E-Postscan — der digitale Briefkasten für die analoge Post. Beispiel für einen misslungenen Selbstversuch

November 30th, 2019 | von Andreas C. Hofmann |

https://www.deutschepost.de/de/e/epost/privatkunden/taeglichepost-online-empfangen.html

Ich war wirklich guter Dinge! Mein gesamte scannbare Post als archivierungsfähiges PDF/A mit OCR-Erkennung via Mail und das für einen Pauschalpreis von 24.99 € / Monat. Ich hatte nie darauf geachtet, wieviel Post ich monatlich erhalte. Bei einer Vielzahl an Vereinen und ehrenamtlichen Tätigkeiten könnte eine kritische Masse durchaus erreicht werden. Denn nur für zehn Briefe im Monat wollte ich diesen Service dann doch nicht länger als einen Monat testen.

Dann kam er auch, mein erster E-Postbrief. Das Digitalisat war nicht hochauflösend, aber ohne Probleme lesbar, die OCR hatte gut funktioniert und die Kuverts wurden zu Dokumentationszwecken gescannt. Endlich würde mein Schreibtisch sich lichten und die relevanten Dokumente müsste ich nicht mehr eigens scannen, texterkennen und in PDF/A konvertieren. Papierloses Büro, wie es im Buche steht. Ein Klick und meine Post ist von der E-Postcloud auf meinen Rechner gespeichert.

Allerdings ich hatte die Rechnung offensichtlich ohne die Post gemacht. Denn die kam nun streckenweise gar nicht mehr. Ich vermag bis heute nicht zu sagen, ob es an E-Postscan oder meinem Verteilbezirk liegt. Aber eine erwartete Postsendung brauchte nachweislich des Poststempels stolze zwei Wochen, bis sie bei mir ankam. Nachfragen im persönlichen Umfeld ergaben, dass Empfänger klassischer analoger Post hatten eine solche Verzögerung nicht zu beklagen hatten.

Summa summarum: Beispiel für einen misslungenen Selbstversuch

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